03.08.2026
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Digitale Angebote sind längst Teil unseres Alltags. Fahrpläne, Behördenwege, Bankgeschäfte, Kommunikation und Information verlagern sich zunehmend ins Internet. Doch nicht alle Menschen fühlen sich dabei sicher. Genau hier setzt die Initiative „Digital Überall“ an: In kostenlosen, praxisnahen Workshops können digitale Einsteiger:innen grundlegende Kompetenzen erwerben und neue Anwendungen direkt ausprobieren.
WerdeDigital.at war bereits zum zweiten Mal als Bildungsanbieter an der österreichweiten Initiative beteiligt.
Die Bilanz der aktuellen Umsetzungsphase fällt ausgesprochen positiv aus: Im Jahr 2026 konnten wir 69 von Gemeinden gebuchte Workshops vollständig und fristgerecht durchführen. Kein bestätigter Workshop blieb unabgeschlossen. Viele Gemeinden entschieden sich gleich für mehrere Veranstaltungen.
Die Zusammenarbeit vor Ort funktionierte großteils sehr gut. Gemeinden unterstützten bei der Bewerbung, organisierten geeignete Räume und standen als direkte Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Die Workshops fanden unter anderem in Gemeindeämtern, Bibliotheken und regionalen Bildungszentren statt.
Gerade diese lokale Verankerung ist eine besondere Stärke des Programms: Die Menschen müssen nicht zu einer weit entfernten Bildungseinrichtung kommen. Das Bildungsangebot kommt direkt in ihre Gemeinde.
Im Mittelpunkt standen konkrete Fragen aus dem digitalen Alltag. Zu den angebotenen Themen gehörten unter anderem:
„Digital Überall“ umfasst österreichweit kostenlose Workshops mit jeweils drei Unterrichtseinheiten. Die fünf thematischen Schwerpunkte reichen von digitaler Senior:innenbildung und digitalen Amtswegen über Internetsicherheit bis zu künstlicher Intelligenz.
Entscheidend war dabei nicht, möglichst viele Funktionen vorzuführen. Die Teilnehmer:innen sollten selbst tätig werden: Einstellungen verändern, Anwendungen öffnen, Fragen stellen und Lösungen am eigenen Gerät ausprobieren.
Erreicht wurden vor allem Senior:innen und Erwachsene mit geringen digitalen Vorkenntnissen. Dazu gehörten auch Menschen, die bisher nur selten an digitalen Bildungsangeboten teilgenommen hatten. In einigen Gemeinden konnten gezielt Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte angesprochen werden.
Eine wichtige Erfahrung aus den Workshops: Oft fehlt es nicht an Interesse, sondern an einer ruhigen Lernumgebung, verständlichen Erklärungen und der Möglichkeit, scheinbar einfache Fragen stellen zu dürfen. Die Veranstaltungen halfen dabei, Unsicherheiten abzubauen und die Teilnehmer:innen zum eigenständigen Ausprobieren zu ermutigen.
Natürlich verlief nicht jeder Termin ohne Herausforderungen. Manchmal funktionierte das WLAN nicht zuverlässig, technische Ausstattung fehlte kurzfristig oder ein Termin musste verschoben werden. Unsere Trainer:innen reagierten mit mobilen Hotspots, Offline-Materialien und flexiblen Ersatzterminen.
Gerade bei niedrigschwelligen Angeboten ist diese Flexibilität wichtig. Digitale Bildung darf nicht daran scheitern, dass ein Kabel fehlt oder eine Internetverbindung vorübergehend ausfällt.
Das Format der Gemeindebuchungen hat sich aus unserer Sicht besonders bewährt. Die Gemeinden kennen die Menschen und Strukturen vor Ort und können jene Personen erreichen, die von klassischen Kursangeboten häufig nicht angesprochen werden.
Für zukünftige Angebote erscheint es sinnvoll, einzelne Themen stärker aufeinander aufbauen zu lassen. Bei der ID Austria könnten beispielsweise zwei Workshops angeboten werden: ein erster Termin zur Einrichtung und ein zweiter zu konkreten Anwendungen wie digitalen Signaturen, FinanzOnline oder Anmeldungen bei Behördenportalen.
Unser Fazit: Digitale Kompetenzen entstehen nicht allein durch Information. Sie entwickeln sich durch eigenes Tun, verständliche Begleitung und die Erfahrung, digitale Herausforderungen selbst bewältigen zu können.
Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Gemeinden, den engagierten Trainer:innen, den lokalen Kooperationspartner:innen und der Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen im OeAD für die gute Zusammenarbeit.
WerdeDigital.at
Institut zur Förderung digitaler Mediennutzung