Safer Internet: Cyber-Mobbing – Webinar #23

Jemanden online fertig machen, jemanden aus der Kommunikation mit Freunden ausschließen, gehässige Postings in Sozialen Netzwerken: Es scheint, als wäre Mobbing durch das Internet noch nie so einfach gewesen wie heute. Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen, dass es erst einmal gar nicht so weit kommt und was können sie tun, um ihre Kinder im Anlassfall zu unterstützen? Wie mit Kindern umgehen, die andere Kinder ganz bewusst fertig machen?

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Barbara Buchegger zählt zu den Pionieren des kooperativen E-Learning in Österreich. Seit 1997 setzt sie aktiv E-Learning-Projekte um und begleitet Bildungsorganisationen von der Planung bis zur Umsetzung in allen relevanten Fragen des E-Learning. Im Projekt Saferinternet.at fungiert sie als pädagogische Leiterin und bringt ihre umfassenden Erfahrungen im Bereich Medienkompetenzförderung und digitale Medien ein. Darüber hinaus ist sie für das ÖIAT als Erwachsenenbildnerin im Einsatz und arbeitet an Forschungsprojekten mit. An der FH Wien und der FH Hagenberg ist sie als Lektorin tätig. Barbara Buchegger studierte in Wien und New York und absolvierte das Masterstudium „Organisationsentwicklung in ExpertInnenorganisationen“ an der Universität Linz.

In Kooperation mit:
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Rückschau: Webinar #23 – Safer Internet: Cyber Mobbing

Cybermobbing ist das konkrete Ausüben von Gewalt über das Internet: dabei besteht die Absicht, jemandem über einen längeren Zeitraum Schaden zuzufügen. Hauptsächlich findet Cybermobbing über das Handy (WhatsApp) statt. Gründe dafür sind oft Zorn, Spaß oder Macht. Cybermobbing kann, im Gegensatz zum klassischen Mobbing, rund um die Uhr ein großes Publikum erreichen. Die Rollenverteilung ist nicht immer eindeutig.

Das diesbezügliche Gesetz ist erweitert worden; Cybermobbing muss man bei der Polizei anzeigen.

Formen: Drohungen, Erpressungen, Beschimpfungen, Sexuelle Belästigung, Verbreiten von Gerüchten oder (peinlichen) Fotos, Ausschluss von Spielergemeinschaften, Hacking von Social Media Profilen

Wie können Eltern das eigene Kind unterstützen, wenn es Opfer von Cybermobbing ist?

  • Zuhören: nicht ausflippen
  • Beweise sichern: Screenshots, Nachrichten sichern
  • Gemeinsame Schritte überlegen: Schule, Behörden, Betreiber, Psychologische Betreuung
  • Unterstützen: nicht verurteilen

Fallbeispiel 1: 4. Klasse Volksschule: Drei Kinder beschimpfen ein Mädchen in einer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe.

Frage: Ist das schon Cybermobbing? Wie können Eltern reagieren?

Diskussion: Cybermobbing ist es, wenn die Angriffe über einen längeren Zeitraum gehen. Lehrer_innen bemerken es oft als erstes, auch wenn sie nicht digital aktiv sind. Kinder brauchen dann die Möglichkeit, ihre Probleme in der realen Welt zu regeln.

Fallbeispiel 2: Ein Bub wird aus dem Clan bei „Clash of Clans“ (Onlinespiel) rausgeworfen, weil er mit dem Clanführer gestritten hat.

Frage: Ist das schon Cybermobbing? Wie können Eltern reagieren?

Diskussion: Ein einmaliges, unabhängiges Ereignis, ist alleine noch kein Cybermobbing. Hier ist es besonders wichtig, dass die Kinder ihre Konflikte miteinander lösen.


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