13. Juni 2014

4.OÖ. Kinder-Medien-Studie von

Education Group 4. OÖ Kinder-Medien-Studie 2014

Die Nutzung digitaler Medien von Kindern wird in Oberösterreich aktuell groß geschrieben. In der eben erschienenen 4. OÖ. Kinder-Medien-Studie der Education Group wird das Medienverhalten der 3- bis 10-Jährigen aus den Blickwinkeln der Kinder, der Eltern wie der PädagogInnen detailliert aufgearbeitet.

Wird Büchern von Eltern wie Lehrenden nach wie vor die höchste Qualität beigemessen, verbringen die Kinder in ihrer Freizeit die meisten Stunden vor dem Fernseher: durchschnittlich 1 ½ Stunden pro Tag in der Eigendarstellung der Kinder, nur 1 Stunde wenn es nach der Wahrnehmung der Eltern geht, die selbst im übrigen 2 Stunden täglich fernsehen. Die Nutzung der Kinder erfolgt reglementiert, wenn sie auch täglich gestattet wird. Geschwister und Mütter sind dabei die häufigsten Fernsehbegleiter. Der Fernseher ist den Kindern am wenigsten entbehrlich und 4 von 10 würden ihn gern mehr nutzen. Er wird auch als Ausdruck des Familienlebens wahrgenommen.

¾ haben Zugang zu Computern, überwiegend ist es der PC der aktiv wie passiv genutzt wird. Der Computer wird generell als positiv erlebt. Der aktive Zugang reduziert sich weitgehend auf Internet, Spiele und Musik. Während die Spieldauer zunimmt bleibt die Nutzung von Lernsoftware lediglich stabil, worin die Education Group noch deutliches Potential zur Verbesserung sieht. Wird zwar den Vätern die technische Kompetenz am Computer zugeschrieben, sind es wieder mehrheitlich die Mütter, die die Kinder bei der Anwendung begleiten und zusammen mit den Lehrenden die Lernprogramme auswählen.

2/3 der Kinder geben an, Zugang zum Internet zu haben der fast ausschließlich von zu Hause über Computer oder Laptop erfolgt. Hauptzweck ist die Informationssuche (privat wie für die Schule), gefolgt von Youtube und Kinderseiten. Unter 10 Jährigen ist die alleinige Nutzung weitgehend untersagt. Wieder ist die Mutter mit 41% die häufigste Begleiterin. Während 4 von 10 Kindern schlechte Gefühle nach Fernsehkonsum erlebt haben, berichten Kinder kaum von beängstigenden Erlebnissen im Internet. Etwa drei Viertel der Kinder erzählen von aufklärenden Gesprächen mit den Eltern über Gefahren und Risiken der Internetnutzung, nur bei der Hälfte wurde dies auch im Schulunterricht intensiver thematisiert.

Hier sieht die Education Group noch großes Potential, wie sich auch in den Befragungen von Eltern und PädagogInnen zeigt, die die Schule als jenen Ort sehen, der digitale Medienkompetenz ab der 3./4. Schulstufe transportieren soll. In den Schulen forcieren PädagogInnen eine kritische Medienhaltung, 9 von 10 suchen dazu das gemeinsame Gespräch mit den Kindern. Regeln zur Nutzung werden ebenso vereinbart wie praktische Medienarbeit in den Unterreicht integriert.

Die Medien werden von den Schulen selbst erworben oder stammen von der Education Group und die Hälfte der PädagogInnen wünscht sich von der Education Group mehr Informationen zur Medienkompetenz sowie die Installation von Altersgerechten Filterprogrammen für das Internet.

Education Group, 4.OÖ. Kinder-Medien-Studie, Linz 2014

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