Artikel zu Schule

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    Blog12. Dezember 2016

    Design-Unterricht mit praktischem Bezug – wir backen Kekse

    An einer berufsbildenden höheren Schule sollte der Bezug zum Berufsschwerpunkt meiner Meinung nach stets gegeben sein. Deshalb bemühe ich mich als Lehrerin immer um solche Aspekte in meinem Unterricht. Was tue ich also, wenn Schüler_innen zu mir kommen und mich darum bitten, mit ihnen für das Jugendrotkreuzprojekt Kekse zu backen? – Ich denke nach.

    Ich unterrichte Kommunikations- und Mediendesign an der HLW der Kreuzschwestern in Linz. Unser Schulschwerpunkt liegt im Design, im Gestalten, vor allem digital am Computer. In der vierten Klasse wird bei uns 3D Grafik unterrichtet – also Erstellen und Modellieren von Objekten am PC – das brachte mich zum Glück auf eine Idee.

    Da der Jugendrotkreuz-Keksverkauf vor Weihnachten jährlich stattfindet und immer einem bestimmten Zweck dient, war die Idee eigentlich naheliegend. Gesammelt wurde für eine Familie, die ihren Hund zum Diabetikerwarnhund ausbilden lassen wollte. Warum also nicht Kekse in Hundeform backen? Ganz einfach, das schien zuerst nicht möglich, weil es kaum solche Ausstecher gibt, bzw. diese in der verfügbaren Zeit aufzutreiben ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre. Deshalb schlug ich vor, die Ausstecher selbst am PC zu designen, anschließend mit dem schuleigenen 3D-Drucker auszudrucken und danach beim Backen zu verwenden. Die Begeisterung war groß!

    Ich selbst habe mich nach dem Beschluss sehr ausführlich mit dem Drucker der Schule beschäftigt, um auch wirklich gute Ergebnisse zu erzielen. Stundenlang habe ich Prototypen gestaltet und gedruckt, bis ich dann die korrekten Einstellungen gefunden hatte und auch einen ersten Keksausstecher präsentieren konnte.

    Da es für das Diabetikerwarnhund-Projekt ein eigenes Logo gab, habe ich dieses zu einem Keksausstecher umfunktioniert und diesen und zwei andere Ausstecher in einer Keksbackprobe bei mir zu Hause getestet (Kann man damit gut ausstechen, sind sie einfach zu reinigen, gibt es Problemstellen an der Form?) und dann meinen Schüler_innen die Ergebnisse gezeigt. Der Eifer danach war groß. Es entstanden einige Formen, die wir schließlich druckten.

    Es konnten nicht alle Keksausstecher gedruckt werden, da die Dauer eines einzelnen Druckvorgangs zwischen einer und zwei Stunden pendelte. Innerhalb einer Unterrichtseinheit konnte ich also nur geringfügig am Drucker arbeiten. Allerdings hat es sich so gut angeboten, den Drucker einmal während der Arbeit zu beobachten.

    Am Tag des Keksverkaufs wurde dann in der Schulküche selbst Hand angelegt und fleißig mit den selbst produzierten Ausstechern ein Hundekeks nach dem anderen erst auf das Blech gelegt und dann in den Ofen geschoben.

    Rückwirkend kam sehr viel Anerkennung für die Idee und die Umsetzung, sowie Dankbarkeit Seitens der Schüler_innen. Es hat ihnen sehr viel Spaß gemacht, einmal einen solch anderen KMD-Unterricht zu genießen und eine praktische Anwendung des Gelernten hautnah gezeigt zu bekommen. Ich bin froh, dass ich mich auf das etwas unübliche Projekt eingelassen habe und möchte es – sofern möglich – gern wiederholen. Mit einem neuen Thema und neuen Keksausstechern.

    Die Keksausstecher während des Druckvorgangs:

    Schichtweise wird das geschmolzene Material auf die heiße Platte gedruckt, sie wächst von unten nach oben.

    Vorlage im 3D Programm

    Gedruckte Variante

    Kekse backen mit den eigenen Ausstechern

    Keksverkauf in der Schule

     

    Dieser Artikel ist dem eBook: Lehrende arbeiten mit dem Netz entnommen.

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    Blog29. November 2016

    Internationale Gruppenarbeit mit Google.docs im Rahmen von Erasmus+ und eTwinning

    Im Rahmen des Erasmus+ Projektes ESCAPE (Enhanced Skills Competence and Practice for the Economy) haben Schulen aus sieben Ländern gemeinsam an Online-Arbeitsgruppen teilgenommen.

    Die Aufgabenstellungen wurden von den beteiligten Lehrer_innen während eines Projekttreffens in Ungarn vereinbart. Im Unterrichtsfach BPQM erstellte die BHAK Linz International Business School danach die Vorlage für ein eBook zum Thema eGovernment: Wie erhält man einen Führerschein?

    Jedes Land erhielt diese Vorlage mit den für die Schüler_innen wichtigsten Fragen:

    • Mit welchem Alter kann man einen PKW-Führerschein erhalten?
    • Muss man verpflichtend eine Fahrschule besuchen?
    • Wie viel kostet es, einen Führerschein zu bekommen?

    Der dazugehörige Google.doc-Link wurde an die Partner_innenschulen verschickt, die die Seiten mit Informationen füllten. Kollegin Alena Jandlova aus Tabor/Tschechien erstellte daraus ein eBook.

    Was ist das Besondere an der Arbeit mit Google.docs?

    Unbeschränkt viele Nutzer_innen können gleichzeitig an ein und demselben Dokument arbeiten. Deshalb war es in einem ersten Schritt notwendig, die Schüler_innen mit diesem Tool vertraut zu machen: Eine ganze Einheit lang zeichneten wir im Unterricht an einem gemeinsamen Bild und schrieben in einem gemeinsamen Dokument. Die Schüler_innen konnten die Änderungen auch über den Beamer mitverfolgen. Sie fanden es zwar ungemein lustig, die Werke der anderen zu löschen, zu korrigieren und zu verändern, aber sehr, sehr ärgerlich, wenn es andere mit den eigenen Werken taten. Dadurch lernten die Schüler_innen Respekt vor den Eintragungen der anderen zu haben. Während der anschließenden Arbeit in den Google-Arbeitsgruppen ist es nicht vorgekommen, dass jemand die Arbeit anderer veränderte!

    Wie lief die internationale Zusammenarbeit?

    Nachdem die Vorlage erstellt und der Link verschickt war, warteten die Linzer Schüler_innen gespannt, was passieren würde. Und siehe da: Nach einer Woche waren die ersten Eintragungen da und innerhalb von drei Wochen war unser Buch komplett.

     

    Dieser Artikel ist dem eBook: Lehrende arbeiten mit dem Netz entnommen.

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    Die Klassenpinnwand im Unterricht

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