Artikel in Lehrende / PädagogInnen

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    Factsheet Online-Bildung für die Arbeit mit Senior_innen

    Im Auftrag des Sozialministeriums hat WerdeDigital.at ein Factsheet erstellt. Erläutert werden aktuelle Online-Bildungsformate und -trends.

    Das Factsheet Online-Bildung im Bereich Senior_innenbildung richtet sich an alle Personen, die
    selbst als Referent_in oder Trainer_in in diesem Bereich tätig sind, aber auch an Personen, die
    Bildungsveranstaltungen für Senior_innen bzw. intergenerationelle Angebote organisieren.
    Es informiert über die unterschiedlichen Formate, die Grundlagen und die Ziele von Online-Bildung, erklärt didaktische Grundalgen und Konzepte, geht auf die Bedeutung der Online-Bildung in der Erwachsenenbildung ein und zeigt Herausforderungen sowie Perspektiven. Zahlreiche Beispiele runden das Factsheet ab.

    Das Factsheet kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

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    Die Klassenpinnwand im Unterricht

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    Blog · Lehrende / PädagogInnen16. November 2016

    Open Data – mehr als Daten!

    Erzählen Sie Ihre Geschichte!

    Ein kurzer „Aufriss“, um Ihnen den vielfältigen Umgang mit Offenen Daten schmackhaft zu machen. Zum Umgang mit Offenen Daten gehört: Fragen entwickeln, dazu veröffentlichte Daten recherchieren oder eigene erheben, Daten nutzen, vernetzen und interpretieren; Visualisierungen „lesen“ lernen und eigene bauen sowie beispielhafte
    Anwendung von Tools (die vielfach über Open Source zugänglich sind).

    Einige Beispiele sollen aufzeigen, Daten sind kein abstraktes Gut, welches nur Empiriker_innen und Statistiker_innen vorbehalten ist. Daten sind ein wichtiger Zeichensatz, mit dem wir unsere Gesellschaft erklär- und diskutierbar machen. Erst Daten erlauben uns, über Dinge fundiert zu reden und Einigungen auszuhandeln. Wenn wir also von Open Data sprechen, sprechen wir von den Geschichten aus dem Leben.

    Die Praxis ruft: Wir starten mit der Erhebung eigener – für die Schüler_innen relevanter – Daten: Beispiel Taschengeld-Ausgaben oder Beispiel Schulwege (Zeiten, räumliche Situation, Verkehr).

    Am Beispiel Taschengeld entsteht zuerst eine Datenplastik: Wofür verwenden wir unser Taschengeld? Wie definieren wir übergreifende Kriterien, wie können wir das in vergleichbaren Daten darstellen? Wie können wir das z.B. mit Legosteinen visualisieren? Wie verändert die Farbauswahl das Bild, die Interpretation?1

    Der nächste Schritt erfolgt über das gemeinsame „LESEN“ von Visualisierungen z.B. das Haushaltsbudget meiner Gemeinde/meines Bezirks. Interpretationen anhand unterschiedlicher Visualisierungen und Hintergrundfragen zur Datenerhebung. Die Schüler_innen lernen Open Data Portale kennen, die bei weiteren Rechercheaufträgen genutzt werden können wie zu den Themen Arbeit & Leben, Einkommen, Alterspyramide einer Gemeinde/eines Bezirks etc.2

    intext-open-data

    Abb.: School of Data: Wieviel kostet Bildung? Gruppenarbeit – basierend auf der Idee einer Ernährungspyramide wurden die Bildungsausgaben einer Stadt mit Lebensmitteln visualisiert. School of Data – 03.12.13 Beyound Data – Ergebnisse

    Und jetzt das große ABER! Die Aufbereitung von Daten in Tabellen und deren Visualisierung ist eigentlich Bestandteil der Bildungsstandards. Wir brauchen mehr Praxisbeispiele, die auch für Lehrende, aus nicht einschlägigen Fächern, nutzbar sind. Eine fächerübergreifende und auch projektorientierte Herangehensweise wäre ein spannender Lernprozess. Zahlreiche Tools (z.B. infogr.am, google fusion tables, Treemap) gibt es bereits, die nach einem ersten „Durchprobieren“ relativ einfach anwendbar sind. Praxisorientierte Hilfestellung mit Unterrichtsbeispielen u.a.: Johannes Tanzler (E-Thesis) und der praxisorientierten Artikel von Dr. Peer Egdvet.3

    Am Beispiel Schulwege als Einstieg Kopien, Ausdrucke von Landkarten für die erste Visualisierung nutzen. Für den Prozess des „Lesens“ von Visualisierungen gibt es vielfältige Beispiele. Beim oftmals problematischen 3. Schritt kann auf das bereits aufgearbeitete Thema „Georeferenzierte Daten im Unterricht“ zurückgegriffen werden. Sich auf
    eigenen Karten „verorten“, auch mit anderen Medien kombiniert (Foto, Video, Podcast) findet bei Schüler_innen gutes Feedback. Welche Daten wären in und im Umfeld der Schule relevant. Wie können wir diese auf einer eigenen Map darstellen?4

    Ein weiteres aktuelles Thema sind Wahlen: Von Wähler_innenstromanalysen bis hin zur räumlichen Darstellung von Wähler_innengruppen. Offene Daten bieten zahlreiche Möglichkeiten, Lernziele mit echten oder sogar regionalen
    Daten fächerübergreifend zu “veredeln”. Die Arbeit mit Offenen Daten fördert das Prinzip des explorativen und forschenden Lernens, anknüpfend an die Interessen und Lebenswelten der Schüler_innen. Gerade die Vielfalt zeitgemäßer, interaktiver Visualisierungen und deren vernetzte Bereitstellung machen das Thema Offene Daten spannend.

    Hinweise:
    1. Beispiele nicht bildschirmgebundene Datenvisualisierungen. Von Datenplastiken
    bis…von unserem Partner Jose Duarte (www.ledfish.com)
    2. Datenportale: Regierungs- oder Verwaltungsdaten Österreich u. Basiseinführung
    per Video: data.gv.at, Städteportale u.a. Wien https://open.wien.gv.at/ ;
    Viele Anregungen für Themen u. Umsetzung insb. bei „Anwendungen“; Zentrale
    Datenplattform für Daten aus Wirtschaft, Kultur, NGO/NPO, Forschung und Zivilgesellschaft:
    www.opendataportal.at;
    Finanzdaten von Österreichs Gemeinden. https://www.offenerhaushalt.at/
    Visualisierungen: Ein Blick in die Geschichte über Google Search Grafiken Otto
    Neurath oder wikipedia
    3. Dr. Peer Egtved: Exploratives Lernen im Wirtschafts- und Politikunterricht mithilfe
    von „Open Data“: http://www.zfoeb.de/2013_1/egtved.pdf; Tanzler, Johannes
    (2014) Open Government Data im Informatikunterricht. Diplomarbeit, Uni
    Wien/Fakultät Informatik. pdf siehe http://othes.univie.ac.at/32864/
    4. http://www4.edumoodle.at/gwk/course/view.php?id=173; www.arcgis.com – insb. Galerie;
    oder www.lehrer-online.de ( Lernen mit Geoinformationssystemen)
    5. http://www.bpb.de/lernen/projekte/wahl-o-mat-im-unterricht/ Generelle Einführung
    zum Thema „Open Data“ und Diskurs sowie zahlreiche Beispiele inkl.
    Unterrichtsmaterialien Schwerpunkt politische Bildung; Umfangreiche Daten zur
    letzten Wahl in Wien siehe Wienportal oben

    Dieser Artikel ist dem eBook: Lehrende arbeiten mit dem Netz entnommen.


  • Kürzlich erschienen: eBook „Lehrende arbeiten mit dem Netz“

    Am 12. November ist es im Rahmen der Interpädagogica in Linz präsentiert worden: das eBook „Lehrende arbeiten mit dem Netz“. 102 Beiträge, die von Lehrenden in Kindergärten, Schulen, Universitäten bis hin zu Erwachsenenbildungseinrichtungen geschrieben worden sind, geben Einblicke in die pädagogische Arbeit mit Neuen Medien.

    Wir wünschen uns, dass das eBook nicht nur in Österreich, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum – es sind auch Beiträge aus Deutschland und der Schweiz enthalten – eine inspirierende und aufmunternde Quelle für erfahrene, sowie für angehende Lehrende wird.

    Das unter einer CC-Lizenz stehende Werk kann kostenlos unter bildung.werdedigital.at heruntergeladen werden.

    Wir danken der Edugroup für die gute Zusammenarbeit und dem BMBF sowie der Virtuellen PH für die Unterstützung.

    Insbesondere danken wir den 104 Autor_innen für ihre inspirierenden Beiträge!

    autor_innen


  • digi4family gestartet

    WerdeDigital.at betreut ein neues Projekt!

    digi4family ist eine Initiative des bmfj und des Fachverbands UBIT der WKO zur Steigerung der Medienkompetenz von Familien mit Unterstützung von SaferInternet.at und werdedigital.at.

    Folgende Zielgruppen sollen damit vorranging angesprochen werden:

    • Väter und Mütter
    • Jugendliche
    • Großmütter und -väter
    • Multiplikator_innen (Lehrer_innen, Elementarpädagog_innen, Jugendarbeiter_innen, Elternbildner_innen usw.)

    Am 1. Oktober starten wir auch für diese Zielgruppen mit wöchentlichen Webinaren. Ebenso ist ein eBook in Planung.

    Je bedeutender Medien im Alltag vor allem der Kinder und Jugendlichen werden, umso mehr steigen auch die Anforderungen an die Medienkompetenz von Familien. Medienkompetenz soll Eltern, Kinder und Jugendliche dazu befähigen, Medien selbstbestimmt, verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ zu nutzen.

  • WerdeDigital.at Message

    Call: Lehrende arbeiten mit dem Netz

    News / Verlängerung Call bis zum 25.9.

    ——-
    Da der Herbst für Lehrende eine intensive Zeit ist, erreichten uns Bitten um eine Nachfrist. Diesem Wunsch kommen wir gerne entgegen und verlängern die Frist für die Einreichung um 10 Tage bis zum Freitag, 25.9.2015. Wir danken bereits jetzt für die vielen spannenden Beiträge, die bereits eingegangen sind, und freuen uns auf weitere.
    ——

    Wir produzieren wieder ein eBook! In der im Spätherbst 2015 erscheinenden Publikation werden Lehrende berichten, wie sie das Internet im Unterricht, für die Arbeitsorganisation und Kommunikation einsetzen.

    Das Spektrum der gesuchten Beiträge kann u.a. folgende Themen umfassen:

    • innovative, technologiegestützte Arbeitsweisen und ­-haltungen
    • Einsatz von digitalen Medien im Unterricht
    • Erfahrungen bei der Teilnahme an Online-Weiterbildung
    • Austausch mit Kolleg_innen in Online-Communities
    • Zusammenarbeit mit Kolleg_innen
    • Kommunikation mit diversen Zielgruppen wie Studierende, Eltern, Erwachsene über digitale Medien

    Folgende Bildungssektoren sind angesprochen:

    • Schule (VS, NMS und AHS Unterstufe, Oberstufe AHS/BMHS)
    • Universitäten (insbesondere Hochschullehrende, die Studierende des Lehramts ausbilden)
    • Beispiele aus Elementarpädagogik und Erwachsenenbildung sind ebenso sehr willkommen.

    Details zum Download als PDF:
    Call_Lehrende_arbeiten_mit_dem_Netz

    Bitte um Bekanntgabe Ihrer geplanten Beiträge:

    Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Education Group umgesetzt und vom BMBF kofinanziert.


  • Lernen darf Spaß machen – Dossier #9

    „Wenn alles schläft und einer spricht, den Zustand nennt man Unterricht.“ – Die meisten kennen diesen Spruch. Er drückt ein Gefühl aus, das Schülerinnen und Schüler seit vielen Generationen verspüren. Frontalunterricht langweilt aber nicht nur diejenigen, die ihn mehr oder weniger schlafend „genießen“, sondern auch diejenigen, die Jahr für Jahr dieselben Inhalte vortragen müssen.  Das Erlernen von Stoff kann auch anders erfolgen und es kann vor allem auch Spaß machen.

    Es geht auch anders: Flipping the Classroom

    Die Digitalisierung bietet eine sehr einfache Möglichkeit, diese Situation zu ändern. Der Frontalunterricht wird auf Online-Tools ausgelagert, der Unterricht wird dazu genutzt, gemeinsam Aufgaben zu lösen und die Pädagoginnen und Pädagogen können ihre Rolle als Coaches und Begleiter wahrnehmen. Das Gute an diesem Konzept der „Flipped Classrooms“: Es braucht keine Bildungsreform dafür. Es lässt sich in den bestehenden Schulbetrieb integrieren, indem Hausaufgaben und Schulunterricht getauscht werden. Schülerinnen und Schüler erlernen den Stoff online – zum Beispiel durch das Ansehen von Lehrvideos zu Hause – und nutzen die Zeit mit den Lehrenden dazu, ihn gemeinsam anzuwenden.

    Im deutschsprachigen Raum wird diese Methode von Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, propagiert. In diesem Video stellt er das Prinzip vor:

     Aufwändige Produktion

    Margit Pollek, Koordinatorin des eLearning Clusters Wien und selbst Mathematiklehrerin an der HLW 10, wendet das Konzept in ihrem Unterricht an und hat schon viel positives Feedback dafür bekommen. Vor allem schwächere Schülerinnen und Schüler waren in der Lage, die in den Online-Videos gestellten Aufgaben zu lösen. Der Hauptgrund für diese Erfolgserlebnisse liegt schlichtweg darin, dass sie „Nachhilfelehrer immer bei sich“ haben. Die Produktion von Lernvideos ist allerdings recht aufwändig. Pollek verwendet PowerPoint-Präsentationen als Basis und reichert diese mit gesprochenen Erklärungen und handschriftlichen Einträgen an. Dafür gibt es ein Plugin von Microsoft, mit dem die multimediale Präsentation als Video abgespeichert werden kann. Publiziert wird es dann auf der Plattform Office Mix  als „offener“ Content, im Sinne der freier Bildungsressourcen (OER). Das ist noch immer viel Aufwand, aber auf solchen Plattformen können sich Communities von Lehrenden bilden, die die Inhalte auch für ihre Schülerinnen und Schüler nutzen und ggf. adaptieren können. Bisher war das Problem mit E-Learning-Contents, dass die unabhängige Evaluation und die finanziellen Mittel für die professionelle Herstellung fehlten. Dem lässt sich mit OER und der gegenseitigen Unterstützung bei der Produktion der Inhalte entgegenwirken. Die positiven Erfahrungen, die Margit Pollek, ihr Oberösterreichischer Kollege Kurt Söser, wie auch der Salzburger Englischlehrer Walter Steinkellner mit „Flipped Classrooms“ gesammelt haben, sprechen aus ihrer Sicht dafür, den Ansatz vor allem für die Vermittlung von Basiswissen in den Oberstufen weiterzuverfolgen. Für Jüngere ist diese Art des eigenständigen Erarbeitens von Inhalten weniger geeignet. Pollek bringt noch ein weiteres Argument: „vergessene“ Hausuagaben sollte es nicht mehr geben. Fast alle Schülerinnen und Schüler hätten ein Smartphone und könnten die Videos auf dem Weg zur Schule sehen.

    Game-based learning: Alt, aber digital noch besser

    Was heutzutage unter dem Namen Gamification als neuer Trend in der Wissensvermittlung vermarktet wird, ist bei genauer Betrachtung ein alter, aber bewährter Hut. Wohl die meisten Eltern der so genannten Digital Natives haben als Kinder Aufgaben mit LÜK-Kästen gelöst und die Erfolgserlebnisse genossen, die nach dem Umdrehen der Plastikkärtchen in Form symmetrischer Muster vor ihnen gelegen sind. Heute bietet der Hersteller auch Smartphone-Apps an, bei denen das Prinzip „Lernen-Üben-Kontrollieren“ digitalisiert wurde. Dass wir besser und motivierter lernen, wenn das Lernen in spielerischer Form erfolgt und in Geschichten verpackt ist, gilt schon lange als Common Sense. Es reicht eben nicht, Lernende Punkte oder Badges sammeln zu lassen. Sich mit anderen messen zu können, mag besonders Ehrgeizigen als Motivation reichen, sich mit neuen, oftmals schwer verdaulichen, Inhalten auseinanderzusetzen. Die meisten durchschauen aber den Versuch, Brokkoli mit etwas Schokoladeglasur schmackhafter zu machen, wie Jörg Hofstätter es ausdrückt. Hofstätter entwickelt mit seiner Agentur ovos digitale Anwendungen, die das zu vermittelnde Wissen insgesamt schmackhafter machen wollen. „Ludwig“ etwa verpackt den Physiklernstoff der Unterstufe in ein Videospiel. Spielerinnen und Spieler ab 11 Jahren erforschen physikalische Phänomene und führen den Roboter Ludwig durch vier verschiedene Themenwelten (Energie durch Verbrennung, Wasserkraft, Sonnenenergie und Windkraft). Sie wenden das gewonnene Wissen gleich an, um gemeinsam mit Ludwig Abenteuer zu bestehen. „Ludwig“ wird als offizielles Unterrichtsmittel an mehr als 500 österreichischen Schulen eingesetzt. Und es ist ein wahrer Exportschlager: Mittlerweile gibt es das Spiel in zahlreichen Sprachen. „Cure Runners“ widmet sich dem schwierigen Thema Finanzkompetenz. Die Initiative Three Coins hat dieses Jump’n’run-Game gemeinsam mit ovos realisiert, um diese jungen Menschen zu vermitteln, ohne dass es nach Brokkoli schmeckt.

    Schluss mit Schlafen!

    Während die einen lautstark eine umfassende Bildungsreform fordern, die junge Menschen perfekt auf das Leben im Internetzeitalter vorbereiten, arbeiten andere in bestehenden Strukturen mit neuen Methoden, die genau darauf abzielen. Es braucht wohl beides: Die Reform wird nicht stattfinden, wenn wir nicht laufend neue Instrumente erproben, die durch das Internet möglich werden.

    Links:


  • Digitale Erwachsenenbildung in Österreich – Dossier #8

    Mit der PIAAC-Erhebung 2011/12 (“Erwachsenen-Pisa”) ist die bisher umfangreichste Studie über die Schlüsselkompetenzen Lesen, Alltagsmathematik und Problemlösungskompetenz im Zusammenhang mit neuen Technologien Erwachsener in Österreich durchgeführt worden. PIAAC steht für “Programme for the International Assessment of Adult Competences” und erhebt Vergleichsdaten im Rahmen der OECD. 25% der 16- bis 65-jährigen Österreicher_innen haben dabei ungenügende Computerkenntnisse gezeigt oder waren der Aufgabenbearbeitung am Computer nicht gewachsen. Dabei zeigt sich insbesondere ein Gefälle in Hinblick auf das Alter. Während noch 91,2 % der 16 bis 24-Jährigen Österreicher_innen gute Computerkenntnisse besitzen, sind dies bei den 55 bis 65-Jährigen nur noch 44,9%. Die Studie konzentrierte sich auf die Fähigkeit zur Problemlösung mit Hilfe zahlreicher Informationsquellen, auf die mit einem Laptop zugegriffen werden konnte. Dabei standen Recherche, Beurteilung, Abruf und Verarbeitung von Informationen im Vordergrund. Neben der Kategorie Alter spielen auch das Geschlecht und das Geburtsland bzw. die Erstsprache eine Rolle. Frauen und Migrant_innen verfügten über niedrigere Kompetenzen.

    Auch wenn in diesem Beitrag die IKT- bzw. Medienkompetenz im Vordergrund steht, so darf diese nicht isoliert von anderen Basisfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und der Lernkompentenz gesehen werden. Darüberhinaus muss betont werden, dass Medienkompetenz mehr ist, als Information zu sammeln, zu beurteilen und zu nutzen. Das anzustrebende Niveau von Medienkompetenz ermöglicht zusätzlich kulturelle, politische bzw. gesellschaftliche Teilhabe handlungsfähiger Bürger_innen durch Mediengestaltung (vergl. Medienkompetenzdefinition von Dieter Baacke).

    Um die Medienkompetenz zu stärken, gibt es zahlreiche und vielfältige Angebote von Erwachsenenbildungungseinrichtungen zum Themenbereich IKT: Neben dem “Computerführerschein” (ECDL) viele Kurse von der Nutzung von Bürosoftware bis zur richtigen Bedienung von Smartphone und Tablet. (vgl. Digitale Landkarte von WerdeDigital.at)
    Die Vermittlung von Medienkompetenz darf aber auch in diesem Zusammenhang nicht isoliert betrachtet werden. Als Querschnittsmaterie betrifft sie wahrscheinlich alle Angebote der Erwachsenenbildung.

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  • Digitale Kompetenzen im Schulwesen – Schwerpunkt Neue Mittelschule / Dossier_Bildung #2

    Thomas Nàrosy beschäftigt sich seit bald 20 Jahren mit der Frage, was der Nutzen des Digitalen für Lernen, Lehren und Schule sei. Sein momentaner Fokus liegt auf der Neuen Mittelschule. Es geht im Gespräch aber auch um allgemeine Errungenschaften und Weichenstellungen wie z.B. die Virtuelle Pädagogische Hochschule, die Initiative digikomp8 oder den IT-KustodInnenerlass. Das Interview wurde am 15. Jänner 2015 von Lotte Krisper-Ullyett durchgeführt. → Weiterlesen


  • Blog · Lehrende / PädagogInnen29. Januar 2015

    Ein MOOC als Beitrag zur Vermittlung digitaler Kompetenzen

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